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Ein Zertifikat macht noch kein Qualitätsmanagement. Diese Feststellung war der Ausgangspunkt für eines meiner Beratungsprojekte in einem Pharmaunternehmen. Zwar gab es seit Jahren ein Qualitätsmanagement-System, dieses wird regelmäßig auditiert und zertifiziert – aber in der täglichen Arbeit war das Qualitätsmanagement noch nicht wirklich angekommen. „QM“ – das stand für viel Dokumentation und Papierkram. In der aktuellen Ausgabe der QZ – Fachzeitschrift für Qualität und Zuverlässigkeit – berichte ich über den Fortschritt, den dieses Unternehmen mit einem Neustart des Qualitätsmanagement erreicht hat.

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In drei Handlungsfeldern hat das Unternehmen das Qualitätsmanagement umgekrempelt: Die VErantwortung ging von einem Qualitätsmanagement-Beauftragten auf das gesamte Team der Teamleitungen in der Produktion über. Der QMB sollte nicht mehr kurz vor dem Audit „nerven“, wenn er Aktualisierungen von Dokumenten brauchte – er sollte vielmehr die gemeinsame Verantwortung des Teams unterstützen. Dazu mussten die Teamleitungen erst einmal zu einem Team zusammenwachsen. Die Arbeitsanweisungen in so genannten „Standards of Procedure“ wurden in ein Prozessportal überführt, sodass neue Mitarbeiter von einem Prozess ausgehend in die Arbeiten eingeführt werden konnten. Auftretende Fehler schließlich werden entsprechend der Prozessbeschreibung und dem Kompetenzlevel des betreffenden Mitarbeiters analysiert: Hatte der Mitarbeiter die  notwendige Kompetenz, die Arbeit auszuführen? Trat der Fehler auf, weil ein Prozess nicht eingehalten wurde – oder trat er trotz (oder wegen) eines eingehaltenen Prozesses auf?

Mitten in diesen Neustart platzte die Pandemie im letzten Frühjahr und bringt die Pläne gehörig durcheinander. Lesen Sie im Fachbeitrag, wie die Projektarbeit unter Pandemiebedingungen vorankommt.

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